Sushigasfurzmordangriff

Sushigasfurzmordangriff

Es gab einen Anschlag auf mein Leben. Seht ihr, wenn ihr jetzt auch nur halb so schockiert seid wie ich, dann interessiert’s auch keinen. Aber es war ein Giftgasangriff. Sushi, oder „Güffelreis mit Rohem Fisch und schwarzem Zeug drum“, ist eine scheinbar Asiatische Spezialität, die gerne als Massenware in diversen Restaurants oder Büffets gereicht wird. Angeblich soll es super lecker sein, güffeligen Schullandheimreis mit Geschmacksbefreitem Fisch zu kombinieren. Als Nordmensch bin ich ja eh ein Fan von Fisch und so…

kam es, dass ich in ein „renommiertes Asiatisches Restaurant“ zum Geburtstag von dem lebenden pinken Farbtopf eingeladen wurde. Bezahlen musste ich selber, also war es nur eine gesellschaftliche Einladung, aber wie ihr wisst, seit einiger Zeit finde ich Menschen gar nicht mal so scheiße.

Aber zurück zum verhängnisvollen Giftanschlag… äh geselligen Abend im Restaurant. Während wir uns noch so unterhielten, drängte mich Pinkmonster darauf, mal Sushi zu probieren. Es gibt ein Plattdeutsches Sprichwort, das ungefähr so geht: „Watt de buur net kennt, dat frett er nich“, sinngemäß, „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“, dementsprechend skeptisch war ich gegenüber dem Zeug. Abgesehen von den schockierten Blicken, weil ich es geradezu in einer blasphemischen Geste wagte, Messer und Gabel beim Essen zu verwenden, anstatt mit Trommelstäbchen alles aufzuspießen (Evolution, FUCK YEAH!), war es echt grausam.

Der Reis schmeckte so, wie man es von den billigsten Klassenfahrtherbergen kennt, klebrig, mit der Konsistenz von bröckeliger Kotze. Ich dachte, der Lachs könnte es besser machen, weil ich Lachs von Seelachsbrötchen als schön Salzig kenne. Falsch gedacht.

Kennt ihr das Gefühl, auf einem Stück Gelatine oder einem Flummi rumzukauen? Beide hätten mehr Geschmack als der Fisch. Bäh!

Während die Gänge danach (panierter Tintenfisch, Ente, Krosses Sesamhuhn, Schwein, angebraten, richtiger Reis, Kartoffeln, Schwein Süß-Sauer und alles andere quer durchs Büffet) absolut lecker waren und auch die Unterhaltungen nicht allzu schlecht verliefen, sollte sich das wahre Problem mit Sushi noch über diverse Menschen und ihre Geruchsorgane über eine Woche ergießen.

Anscheinend vertrage ich kein Sushi. An dem Abend war noch alles in Ordnung. Nur am folgenden Morgen wurde es… komisch. Während ich noch so im Bett lag und meine Bettdecke gerade gen Himmel entschwebte, musste es ein spontaner Geistesblitz gewesen sein, der mich aufspringen ließ, um die Blase zu entwässern, aber mich volle Möhre in ein Darmfukushima entließ. Die Entlüftungsanlagen des Tunnels von Dover nach Calais hätten hier nicht aushelfen können, selbst in der ISS hätte man lieber den Sauerstoff komplett entweichen lassen, als DIE Luft nochmal zu verwenden.

Ich dachte ja eigentlich, damit sei es gegessen, pardon, gerochen, das atmest du weg und gut, aber der Tag sollte mich eines besseren belehren. Ich weiß, dass ISIS und diverse andere aus der Mode gekommene Terrororganisationen wie Al Quaida oder die CDU gerne Selbstmordattentäter mit Bomben losschicken, aber das ist doch höllisch ineffektiv. An der Menge von Methangas, die Ich in dieser WOCHE(!) ausgeschieden habe (und damit beinahe den Kanonenfutter-Kouki in den unweigerlichen Exitus beförderte), wäre ein Sushigas-Attentäter doch deutlich effektiver, und auch noch wiederverwendbar! Es geht hier um die Zukunft, also sollte Recycling auch bei Terroranschlägen an oberster Stelle stehen.

Ich freu mich ja schon auf die ersten Anschläge mit Bio-Gütesiegel!

Gib mir deinen Senf!