In der Weihnachtskauferei…

In der Weihnachtskauferei…

Die Weihnachtszeit ist da, und, da ich ausnahmsweise (dank zweier grüner Augen) auch mal in Weihnachtsstimmung bin, war ich wieder einkaufen. Keineswegs hab ich jetzt die letzten Jahre gar nicht eingekauft, es ist nur, außer Momzilla und den Visakartenschlitznutten nicht viel Blogbares passiert. Ein oder Zwei Versuche habe ich hier gespeichert, aber jetzt… fühle ich mich INSPIRIERT!

Denn im alljährlichen Winter-total-vergessen-super-Stresseinkauf verhält sich der Handelsübliche Kunde, oder eher, die Handelsübliche Kundengruppe wie ein Frisch aus einem Tierversuchslabor befreites Pack aus Pavianen. Denn sobald der Kundenprimat etwas weihnachtsähnlich Verwertbares sieht, gibt es kein Halten mehr für ihn. Da wird geknurrt, gekeift und laut geredet, wem denn nun die Lichterkette für 2€ zusteht. Auch beliebt bei einem Subjekt meiner Einkaufsforschung der Letzten Tage war es, sich den Gegenstand im Streit kurz an die Poritze zu halten. Nachdem(!) sein Gegenüber ihm den Schokoweihnachtsmann angeleckt hat. Vielerorts gleichen die Weihnachtsauslagen eher Dresden ’45 als einem gewöhnlichen Supermarkt.

Die leidtragenden hierbei sind, wie üblich, die Damen und Herren Angestellte. Auch wenn es für manche irgendwie ein Novum moderner Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind, gibt es durchaus auch Männer an den Kassen der Discounter dieser Nation. Und mit Männer meine ich nicht die glattgeleckten BWL-Supersportstudenten im Modegeschäft, wo ich mit immer noch unsicher bin, ob BWL und jeden Abend Fitnessbude oder das permanente Haargel- und Proteinekoksen die Eier wegschrumpft.

Jedenfalls so zurück zum Weihnachtsgeschäft. Während Rotarschpavian Hannes sich jetzt also seiner Poritzen-gesicherten Batterielichterkette erfreut, fällt ihm irgendwie, in einem seltenen Geistesblitz ein… dass die Batterien braucht. Also ab zurück ins Regal. Moment. Nicht das Regal wo er es herhat. Nicht vergessen, Herde Laborpaviane. Nein, das Arschvirenbedeckte Stück Chinaelektronik wird nonchalant direkt in die Frischwarenauslage geschmissen. Eigentlich wollte ich noch eine Grüne Lichterkette und ’ne Packung Salami, aber… nein.

Manchmal fühle ich mit den Verkaufssklaven, die dass wieder einsortieren müssen. Kein Wunder, dass die sich so oft Krankmelden.

 

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