Autor: Dex

G20-Gewaltfotzen

G20-Gewaltfotzen

G20. Ein Streitthema. Jetzt gerade findet der G20-Gipfel in Hamburg statt und was ich sehe, schockiert mich. Ich sehe da einen Krieg. Krieg zwischen Gewaltbereiten Extremisten und der Polizei. Gewaltbereite Demonstranten, die mit genau dieser Absicht ihr Recht auf Versammlungsfreiheit verwirkt haben. Als alter Kapitalismuskritiker (denn der Fokus auf das Persönliche Wohl der Stärkeren und Skrupelloseren kann nicht zu einer Zufriedenen Menschheit führe) habe ich aber noch genug Menschenverstand über, um ganz klar zu sagen:

Meine hochachtung den Beamten und Beamtinnen, die heute und die kommenden Tage in Hamburg Dienst haben. Die Szenen, die sich dort auftun, und der Hass, der dort auf die Exekutive (ein GRUNDPFEILER unserer Demokratie) von vermummten Flaschen- und Böllerwerfern auf sie einprasselt macht einem klar, dass die Gestalten aus dem „Schwarzen Block“ nicht an einer Friedlichen Lösung interessiert sind. Hauptsache erstmal alles Kaputtmachen, danach guckt man halt mal.

Quelle: CrimethInc. Workers‘ Collective via Vimeo.

Was zum FICK ist kaputt mit euch, Ihr, die Ihr dasteht und andere Menschen, die Ihren Job machen verletzen wollt? Was ist los, dass Ihr Spielzeugläden und Autos von Menschen anzündet? Glaubt ihr WIRKLICH, das überzeugt Menschen von eurem Standpunkt? Und vor allem, fickt eure Anarchie-Fahne und eurem hingerotzten angeblichen gesunden Widerstand gegen die Polizei. Ich kann unsere Freunde und Helfer ganz gut Verstehen, wenn sie euch MEHRFACH vorgewarnt haben, keine Flaschen, Böller oder sonstwas auf Menschen in der Masse zu werfen, dass sie dann die Wasserwerfer holen.

Ich sage es hier und jetzt nochmals. Änderungen kann man nicht erzwingen. Änderungen erreicht man nicht, in dem man andere Angreift. Verbesserungen kommen von Innen, aus dem Volkskörper. Von friedlichen Demonstrationen, mit Diskussionen.  Man geht nunmal den Langen Dienstweg. Kleine Anfragen, Abgeordnetenwatch, Petitionen beim Bundestag, Wahlen. So funktioniert unsere Demokratie. Keinen Erfolg erzielen tut man mit solchen Aktionen:

Wenn sich Menschen über Jahre ein Auto oder eine kleine Existenzgründung ansparen, und so Vollsprallos wie Ihr antanzt, und denen einfach alles wieder Kaputtmacht, weil Ihr als Kind vielleicht ein oder zwei Mal zu oft vom Wickeltisch geknallt seid, wer ist dann mehr verhasst? Die Feuerwehrleute und Polizisten, die zu jeder Tag und Nachtzeit arbeiten, um Menschenleben zu retten und beschützen, oder vollvermummte Windelkacker, die keinen Respekt gegenüber fremden Eigentum haben und nach Gutdünken entscheiden, wer in ihren Augen finanziell zu privilegiert ist.

Ich gebe euch einen Tipp: Die Polizei oder Feuerwehr ists nicht. Ihr Arschkrampen.

Sommerliche Kleiderordnungsgeschmäcker

Sommerliche Kleiderordnungsgeschmäcker

Lange nicht gesehen, was? Es war auch wirklich längst mal Zeit, dass ich das Ding hier mal aufleben lasse nach dem Redesign der letzten Wochen, viel Arbeit hinter den Kulissen auch für meinen Job und tatsächlich viel zu wenige blogbare Ereignisse. Ich meine, ich könnte euch den vierten oder fünften Eintrag über Shenanigans beim Einkaufen in Reihe liefern, aber das wird dann auch langweilig.

In letzter Zeit beschäftigt mich eines sehr: Die absolute Übersexualisierung von allem. Titten, Ärsche, Twerking überall, es ist eine absolute Übersättigung. Es sieht bei einem Groben Überblick so aus, als ob „normale“ Kleidung einfach nicht mehr existiert. Gerade an wärmeren Tagen merkt man schon sehr, wie selten eine kurze Hose und ein Langes Shirt geworden sind. Stattdessen halten „Muskelshirts“ und Einmann-Beinzelte bei den Herren und Nichts mit einem Hauch von Stoff Einzug. Das ist nichtmal so sehr gegen korpulentere Menschen gerichtet, sondern Menschen aller Couleur.

Einen besonderen Narren habe ich an Hotpants gefressen. Diese Hosen ohne Beine, wo ich mir jedes Mal denke, dass die Arme Frau sich einfach keine richtige Hose leisten kann. Ein kräftiger Niesanfall und schon würde die Dame wegen der unten rausgerutschen Elefantenohren gejagt. Vielleicht bin ich ja auch einfach nur prüde, aber ich bevorzuge eine wohlgekleidete Frau lieber als das Restefressen am Altkleidercontainer.

Und jetzt. Flame on.

In der Weihnachtskauferei…

In der Weihnachtskauferei…

Die Weihnachtszeit ist da, und, da ich ausnahmsweise (dank zweier grüner Augen) auch mal in Weihnachtsstimmung bin, war ich wieder einkaufen. Keineswegs hab ich jetzt die letzten Jahre gar nicht eingekauft, es ist nur, außer Momzilla und den Visakartenschlitznutten nicht viel Blogbares passiert. Ein oder Zwei Versuche habe ich hier gespeichert, aber jetzt… fühle ich mich INSPIRIERT!

Denn im alljährlichen Winter-total-vergessen-super-Stresseinkauf verhält sich der Handelsübliche Kunde, oder eher, die Handelsübliche Kundengruppe wie ein Frisch aus einem Tierversuchslabor befreites Pack aus Pavianen. Denn sobald der Kundenprimat etwas weihnachtsähnlich Verwertbares sieht, gibt es kein Halten mehr für ihn. Da wird geknurrt, gekeift und laut geredet, wem denn nun die Lichterkette für 2€ zusteht. Auch beliebt bei einem Subjekt meiner Einkaufsforschung der Letzten Tage war es, sich den Gegenstand im Streit kurz an die Poritze zu halten. Nachdem(!) sein Gegenüber ihm den Schokoweihnachtsmann angeleckt hat. Vielerorts gleichen die Weihnachtsauslagen eher Dresden ’45 als einem gewöhnlichen Supermarkt.

Die leidtragenden hierbei sind, wie üblich, die Damen und Herren Angestellte. Auch wenn es für manche irgendwie ein Novum moderner Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind, gibt es durchaus auch Männer an den Kassen der Discounter dieser Nation. Und mit Männer meine ich nicht die glattgeleckten BWL-Supersportstudenten im Modegeschäft, wo ich mit immer noch unsicher bin, ob BWL und jeden Abend Fitnessbude oder das permanente Haargel- und Proteinekoksen die Eier wegschrumpft.

Jedenfalls so zurück zum Weihnachtsgeschäft. Während Rotarschpavian Hannes sich jetzt also seiner Poritzen-gesicherten Batterielichterkette erfreut, fällt ihm irgendwie, in einem seltenen Geistesblitz ein… dass die Batterien braucht. Also ab zurück ins Regal. Moment. Nicht das Regal wo er es herhat. Nicht vergessen, Herde Laborpaviane. Nein, das Arschvirenbedeckte Stück Chinaelektronik wird nonchalant direkt in die Frischwarenauslage geschmissen. Eigentlich wollte ich noch eine Grüne Lichterkette und ’ne Packung Salami, aber… nein.

Manchmal fühle ich mit den Verkaufssklaven, die dass wieder einsortieren müssen. Kein Wunder, dass die sich so oft Krankmelden.

 

Pokémon GO Plus – Das ewige Für und Wider

Pokémon GO Plus – Das ewige Für und Wider

Vorwort: Ja, ich habe mir eines geholt und nein, ich bereue es nicht. Eigentlich freue ich mich sogar, dass ich über den Schatten des doch recht Monströsen 40€-Preisschildes gesprungen bin. Ja, vierzig Euro. Das ist ’ne Menge Geld, aber wenn man ein Spiel wie Pokémon GO gerne spielt, aber nicht so oft aufs Handy glotzen will, dem ist das Gerät auch echt ein „Lifesaver“. Vom Spielen im alltäglichen Leben, dass nur noch aus dem Knopfdruck besteht, über kleine Spaziergänge mit (nicht-GO-spielenden) Freunden, wo man diskret bei Vibration eben antippt, bis zu dedizierten Radtouren, wo das GO Plus am Lenker arretiert ist und mit dem Daumen gegenüber der Klingel zu erreichen ist, macht es auch für viele Spieler das Leben sicherer und einfacher.

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Der Hauptteil der 40€ begründet sich wohl aus dem Dicken POKÉMON, was auf der Verpackung draufsteht und das Design, welches dem Pokémon GO-Logo ähnelt. Obwohl ich mir sicher bin, dass man ebenjenes Gerät auch mit Open-Source-Lösungen günstiger bauen kann, bin ich überzeugter Unterstützer von Entwicklern – und ein Teil der Umsätze kommt halt auch bei Niantic an. Rein von der Versionsnummer ist Pokémon GO halt auch immernoch eine BETA, auch wenn viele das im „Internet-Witzkreiswichsen“ vergessen.

Für viele ist nämlich, ähnlich den PEGIDA und AfD-Stammtischdenunzianten, nur eine Person oder Firma schuld! Wahlweise John Hanke, oder Niantic. Klar, mit der Materie nicht vertraute Leute könnten das als „Versagen“ eben von Niantic einstufen – Die Sache ist nur, hinter denen Steht Nintendo, mit dem Messer in NIAs Rücken. Ich bin mir recht Sicher, Hanke hätte sein Team lieber noch 6 Monate in Ruhe an PGO arbeiten lassen, als 0.29.0 Releasen zu müssen, ohne wirklich viel Content.

Aber zurück zum GO Plus, dafür sind wir ja hier! 😉

Positiv anzumerken sind dem Gerät das Leichte Gewicht und die extreme Batterielaufzeit (5 Tage Dauereinsatz, keine Schwäche!). Dabei ist es egal, ob Ich durchs Land fahre mit kaum Stops oder durch die Rattfratz- und Taubsiverseuchte Innenstadt. Das Haptische Feedback mit Vibrationsmotor und RGB-LED ist selbst bei meinen Speckarmen echt großartig und sowohl Licht, als auch die Vibrationen machen deutlich auf den Umstand eines Pokémon oder Pokéstops aufmerksam. Es scheint auch eine Art Datenpriorität zu geben, denn oft Leuchtet das GO Plus auf, bevor auf dem Display der Spawn eines Monsters erscheint oder es leuchtet und ich fange ein Pokémon, welches NIE auf dem Handy auftaucht, egal, wie lange ich ihn refreshen lasse.

Negativ finde ich den Verpackungsumfang. Die Packung ist klein und alles ist recht Lieblos hineingestopft. Ein Pappblister wäre vielleicht eine interessante Idee gewesen, ebenso wie eine vernünftige Anleitung statt eines kleinen Faltzettels. Der erklärt nämlich Leider nur die Wichtigsten Signale:

  • Rotes Blinken für Misserfolg
  • Regenbogenleuchten für Erfolg
  • Blau für Pokéstop
  • Grün für bekanntes Pokémon und
  • Gelb für unbekanntes Pokémon

Auch wenn viele dem GO Plus sehr konservativ gegenüberstehen – Günstiger als eine Smartwatch ist es allemal und man muss nicht so oft den Akku laden. Mit Zwei 6000mAh-Powerbänken kam ich sonst 5h hin, bei der letzten 5h-Tour hatte ich eine Bank erst halbleer. 75% weniger Akkuverbrauch beim Handy ist schon fett. Und dazu keine Ablenkung mehr bei Gesprächen oder im Verkehr, was ja offenbar für viele ein Problem war.

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In 5h nur mit der GO Plus gefangen. Fett.

Ein letztes Argument vieler war, dass man ja dann auch gleich einen Bot schreiben kann, der alles automatisch fängt. Dem widerspreche ich absolut. Mit einem kleinen bisschen Knöpfchendrücken, hat man etwas Spielerinteraktionen, Arenen kann man nicht so bekämpfen, es ist eher ein Convenience-Device als ein Autosammler. Es verbraucht deine Pokébälle und hat keine 100%-Gewinnchance, und gerade bei komplexeren oder stärkeren Pokémon sollte man sich doch überlegen, ob man nicht manuell mehrere Versuche haben will, als einen neuen Pokédex-Eintrag einem Gerät mit 50-65% Chance zu überlassen…

Und nun, ich muss los! Gotta catch ‚em all!

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Update 28.10.16:

Mit den letzten Updates hat NIA etwas an dem GO+ herumgeschossen, so dass es manchmal ging und manchmal eher nicht. Spawnpriorität ist aber da und auch das Tracking funktioniert noch super. Ebenso disconnected es nicht mehr, wenn man ein Pokemon Manuell fängt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist jetzt allerdings etwas Rigider.

Dumme Soziale Gerechtigkeitskrieger

Dumme Soziale Gerechtigkeitskrieger

Das Internet ist ein offener Diskussionsraum. Technisch gesehen, ist hier, egal ob auf Facebook oder deinem Supertollen Linux-Server alles öffentlich. Das ist einer der Grundsätze fürs „digitale Existieren“. Jede Idee, jeder Glauben, jede Meinung kann, ja sogar *soll* diskutiert werden. Keine Idee ist sicher vor anderen Ideen und in diesem Sinne würde man sich auch weiterentwickeln.

Leider hat sich in den letzten Jahren eine Art Bewegung gebildet, die sich für soziale Gerechtigkeit für alle einsetzt. An sich klingt das nach eine tollen Idee, doch die Ausführung ist das Problem. Die so genannten SJWs (Social Justice Warriors) sind der Meinung, sie dürfen alle vertreten, von Reichen Fuchsgendern (dazu später mehr), bis zu armen somalischen Kindern, und erliegen der Illusion, sie seien immer die höchste Moralische Instanz. Sie sind verantwortlich für erneute Segregation von „Rassen“ und Geschlechtern in Nordengland und Amerika, Grund für die neuen Worte „Mikroagression“, „weißes Privileg“ und „Vergewaltigungskultur“ und verursachen mehr Leid und Hass als alle anderen Gruppierungen vor ihnen.

Nur für einen Kurzen Blick in diese Denkweise: Nehmen wir mal an, du diskutierst mit einer guten Freundin und ihr streitet euch über ein Thema. Für einen SJW missbrauchst du dein angeborenes Privileg, ein weißer Mann zu sein, denn diese haben nie Probleme, waren nie Arm und sind sowieso generell immer reich, und vergewaltigst deine beste Freundin über Blicke und übst dein Patriarchat aus. Du Misogynist! Das ist ungefähr einer dieser Gedankenstränge.

Vor einigen Jahren wurde diese Bewegung noch belächelt, so bescheuerte Gedanken würde wohl heutzutage kein Vernunftbegabter Mensch zulassen. 2016: SJWs sitzen nun in der Zensurabteilung von Google und Twitter, erstere hat sogar jetzt ein Kopfgeldprogramm, das für Erfolgreiche Denunzierung bezahlt! Tag für Tag wird unser offenes Netz immer unfreundlicher gegenüber Freunden der Freien Meinungsäußerung. Auch wenn diese Grenzen bei der Persönlichen Ehre findet, und das ein Sinnvolles Limit ist, fordern diese Menschen nach akuter Bestrafung von allem, was irgendwie offensiv sein können sein könnte. Von „kompletten Ausschluss aus dem Internet“, über echte Haftstrafen für Mikroagressionen oder direkten Mord an allen weißen, privilegierten Männern, auf diesem Niveau wird argumentiert, zensiert und bedroht. Als Mikroaggression zählt übrigens schon ein „Hi wie gehts?!“ zum anderen Geschlecht. Natürlich aber nur, wenn es von einem Mann ausgeht. Gleichwohl fordert man, jedem Vergewaltigungsvorwurf von Frauen ohne Untersuchtung sofort zu glauben. Wenn eine Frau sagt, sie ist Vergewaltigt worden, dann ist sie es auch, so die Argumentationskette. Das öffnet unendlich Schlünde von Mißbrauch, abgesehen von dem „Fakt“, dass Männer nicht vergewaltigt oder Opfer für häusliche Gewalt werden können, weil sie ja privilegiert und in der generellen Machtstellung sind.

Es gibt nur zwei Lager in dieser Lage, entweder man ist für SJWs und damit für Zensur und Bestrafung von Ideen, Gedanken und Diskussionen, oder gegen SJWs und auf ewig ein Feind dieser Millenials, die ihren Hintern mit Medaillen fürs Teilnehmen gepudert bekommen haben. SJWs sind ein Generationenphänomenen, ausgehend von einer Generation, die nie wirklich Katastrophen erlebt hat, denen immer erzählt wird, dabei sein ist alles und sie seien alle etwas besonderes. In diese Erziehungsmethode ist klar, dass diese Sprösslinge sich ein Ego in der Größe des Olympus Mons auf dem Mars anlachen und so ziemlich jede Definition von Narzissmus abdecken.

Dabei bilden sich auch andere Stilblüten, wie einige Extremfeministen, die Erklären, dass Ventilatoren sexistisch sind, Studien von SJWs, die beweisen soll, dass der Klimawandel nur wegen allen Männern stattfindet oder Pubertierende Millenials, die sich selbst mit PTSD und erfundenen Geschlechtern diagnostizieren. Da gibt es, das müsst ihr euch mal BILDLICH vorstellen, Menschen, die halten sich legitim für eine Katze, einen Drachen (Abseits von Schwiegermüttern), oder eine Galaxie! EINE GALAXIE! Sie erfinden alle Art von „Triggern“, die Flashbacks ihrer PTSD (Posttraumatic Stress Disorder, also in Echt meisten Bei Soldaten mit extremen Erfahrungen diagnostiziert, die wirklich üblen Scheiß im Leben gesehen haben) auslösen sollen.

Das Leben ist hart. Wie ein Penis, wenn er weich wird ist der Spaß eh vorbei. Wir leben, um unsere Ideen, Gedanken und Gefühle auszutauschen, und nicht um uns abzukapseln, weil „alle anderen ja eh falsch liegen“. Vielleicht sollte man das einfach vorbeiziehen lassen. Oder man sollte Klar Stellung beziehen – Ich will euch SJWs nicht in meinem Internet. Zieht nach Nordkorea. Kauft nicht meine Sachen. Liked und/oder shared nicht meine Beiträge. Verpisst euch von dieser und jeglicher anderer meiner Seiten.

Und sucht euch Hilfe von einem Echten Arzt. In einer geschlossenen Psychiatrie, am besten der Forensik. Kulturfeinde!

Oh du Fürchterliche

Oh du Fürchterliche

Nach gesellschaftstechnischen Definitionen bin ich offenbar ein ganz schlechter Mensch. Ich kann nichts mit dem modernen Weihnachten anfangen, feiere meine Geburtstage nur alle fünf Jahre in größerem Rahmen und hab mit Ostern etwa soviel am Hut wie ein katholischer Priester mit dem Zölibat gegenüber Messdienern.

Heutzutage hasse ich diese Verunstaltungen von altertümlichen Festen geradezu. Warum? Radio an; „LÄÄÄST KRISTMÄS, AI GÄHF JU MAI HAAART!“; Radio aus; Radio anzünden; Radio vergraben; Radio einbetonieren. In den vergangenen Jahren habe ich es wohl als Einziger in meinem Freundeskreis geschafft, das große Fest des Kommerzes ungeWHAM!t zu überstehen – Ein eigentlich schon erachtenswerter Erfolg.

Früher, also da, wo laut Rentnern alles besserererer™ war, wo ich noch jung war, wo Take That noch keine Mädchen in den Suizid getrieben hat und ich noch relativ unschuldig war, ging es im Dezember eher gemächlich zu. Der Adventskalender war die kleine Köstlichkeit am Tag, Nikolaus war dann die Schokoladenbombe und an Weihnachten gab es mit großem oder kleinen Brimborium eine kleine familiäre Zeremonie.

Heute fordern die Kinder schon zu Nikolaus große Geschenke, möchten am Liebsten einen Adventskalender mit Goldbarren und zum heiligen Abend, wie er heute heißt, dann vermutlich gleich einen Mercedes SLK mit Walpenishaut auf den Sitzen.

Tage, an denen man von Medien geradezu mit dem eigenen Riechorgan auf den gemeinsamen Konsens der familiären Harmonie gepresst wird, können mir ernsthaft gestohlen bleiben. Wo dann Friede, Freude und Eierkuchen gepredigt wird, und doch im Rest des Jahres Fetzen fliegen – diese Heuchelei erspare ich mir.

Dabei habe ich nichts gegen die Feste an sich – Sofern sie halt ruhig und gemächlich sind, mir nicht durch Lärm und Gier aufs linke Ei gehen und man es einfach nur mit seinen Liebsten verbringt.

Titten

Titten

Während mein Nachbar mich mit seiner total deprimierenden Trompete in den Irrsinn treibt, muss ich mal ein bisschen was über Freundschaften erzählen.

Freundschaften. Das war früher (zumindest für mich) etwas, dass man sich hart erarbeitet hat. Man ist auf Menschen zugegangen, hat von Gesicht zu Gesicht geredet und geschaut, ob man zumindest kompatibel genug für eine Diskussion auf gelegentlicher Basis ist. Wenn alles soweit ging, wurde man irgendwie so befreundet, sei es über Telefonnummer, Steine ans Fenster, Briefchen, oder auch ein Telefon im Briefchen ans Fenster. Man war so irgendwie Seelenverwandt ein bisschen.

Natürlich glorifiziere ich jetzt grade, wie so viele Rentner, die frühere Zeit. Früher war ja alles besser. Na ja, jetzt nicht ganz alles, die Sache mit dem Österreicher kehren wir mal lieber unter den Teppich.Aber, es ist doch heute eigentlich ganz anders. Die wenigsten Freundschaften werden heutzutage im Echten Leben geschlossen. Selbst der Branchenprimus Gesichtsbuch gibt vor, dass man erst befreundet sein muss, um Nachrichten auszutauschen.

Gut, das hätte mir in der Schule das Mobbing erspart, wenn man erst dafür mit befreundet sein müsste, aber, ich glaube, darum geht es nicht. Ich habe immer noch einen Account bei MySpace, und bis heute ist mein einziger Freund dort “Tom”, der Gründer von MySpace. Ich habe nie mit ihm gesprochen, nie hat er mich auf eine Pizza eingeladen und doch bin ich automatisch sein Freund. Gruselig.

Klar hat das Internet es einfacher gemacht, Bekanntschaften zu schließen, aber ich habe das Gefühl, das durch diese Inflationäre Benutzung des Wortes “Freunde” Freundschaften heutzutage Wertlos sind. Einige tittengesegnete Gehirnallergikerinnen verkaufen ihre “Facebook-Freundschaft” auf Ebay und lassen sich ihre Brüste gut bezahlen, andere klicken bei alles und Jedem “Freund adden” an, vorausgesetzt, die andere Person ist nicht schnell genug auf dem Baum. Und dann wird auf dem Grundschulhof rumgeprollt “Ey, ich bin mit Haftbefehl befreundet, yo!”. Ich glaube, wir brauchen ein neues Wort für eine Verbundenheit im Real Life. Und eine IQ-Zugangskontrolle fürs Internet.

Leichtgläubigkeit

Leichtgläubigkeit

Gullibility“ klingt zwar wie einer der Abflüsse auf der Straße, bedeutet aber Leichtgläubigkeit. Fressenheft als soziales Netzwerk für viele Menschen unteren… äh unterschiedlichen Bildungsgrades fingiert dort als Amplifikator, also als Verstärker.

Leider sind ebenjene Menschen dort sehr leichtgläubig und teilen alles und nutzen jede Rotzapp, die ihnen sagt, welcher Stern sie sind, was ihr Geistertier ist und welche Farbe Ihr Urin in dreieinhalb Tagen haben wird. Tipp: Gelb. Es sei denn, du trinkst zu viel. Dann weiß. Order Orange bis Rot, wenn man grad zu wenig trinkt bis zur Dehydrierung.

Werfen wir aber nun mal einen Blick hinein, morgens, Hartz-Zwölf im Facebook. Wir öffnen die Timeline, und zählen die Spiele, Kettenbriefe, Aufrufe zur Selbstjustiz, Ekelbilder (inklusive Selbstjustiz), Salon-Rassismus vom Pimmelfressen, die nicht mal ihre Eigene Sprache beherrschen, Fakes, Profilbildänderungen und anderen Unsinn. Was bleibt über? Wenige, eventuell auch Geistreiche Mitteilungen, wie „Gute Nacht.“ oder „Guten Morgen.“ Das ist meistens das Intelligenteste von anderen, das ich in meiner Timeline habe. Aber sonst – Nur Scheibenkleister.

Für jedes Spiel, dass man blockt, kommen zehn Neue; für jeden nicht geteilten Fake-Fahndungsaufruf acht andere; und bei Kettenbriefen wird man dazu noch angemault, warum man das nicht tut. Facebook ist wie ein Chronischer Tinnitus im Auge – Man sieht nur Pfeifen, aber man hat sich schon so dran gewöhnt, dass man gar nichts anderes mehr sieht.

Aber Dex!“, höre ich euch rufen, „Die Tun doch keinem Weh!“. DOCH! Sie verschleudern ihre Eigenen Daten, während sie selbst drüber rumheulen dass Windows 10 sie Ausspioniert. Verschenken ihre Freundesliste, während sie gleichzeitig meinen es sei doch nur ein Spiel!

Wie sieht denn so ein Datensammelmüll aus? Werfen wir doch mal einen Blick darauf:

Wie man sieht, ein total seriöser Supertest, der alle Fragen und Probleme der Menschheit anscheinend lösen kann. Ein Scheißalgorythmus, der alle Schwächen, Stärken, Geisttiere und sowieso der Zukunft der nächsten 20 Jahre voraussehen kann.

Genau mit diesen Spielchen verdienen die Unternehmen dass richtig Geld. IAP (In-App-Purchases) und gleichzeitig Daten bekommen zum Weiterverkaufen z.B. an die SCHUFA, ist doch ein Traum! Dazu noch eine fette, leckere email-Adresse, an die man Spam verschleudern kann, da wird jedem dubiosen Datenhändler ganz feucht im Höschen.

Alles, worum ich euch bitte, ist ja eigentlich nur ein bisschen Rücksichtnahme auf das, was ihr so postet.

Privilegierte Wut

Privilegierte Wut

Sirius Online, eine Lebensgeschichte. Die, die mich näher kennen, wissen, dass ich mehr als mein halbes Leben für dieses Projekt gearbeitet habe. 16 Jahre Herzblut, 16 Jahre Aufopferung. Ich habe alles darauf gesetzt, dass es auf Steam, dem heiligen Gral der Spieleentwicklung im Indie-Bereich.

Dass es so schiefgehen kann, wie es schiefgegangen ist, konnte keiner ahnen. Niemand. Warum es schiefgegangen ist? Das liegt an vielen Dingen, aber alle zusammen können einem passionierten Entwickler das Herz brechen.

Es gibt nämlich Menschen, deren purste Existenz darauf ausgelegt ist, ehrlich arbeitenden Menschen das Leben zur Hölle zu machen. Geizige Mistpisser, die kein Geld für Arbeit ausgeben wollen. Geiz-ist-Geil Mentalität, die vorherrscht, dank 3rd Party-Händlern, Schwarzmarkt und schattigen Bundle-Seiten, Drei Faktoren in dem Großen Wirbel um meine Zukunft, meine Gegenwart und meiner Vergangenheit.

Während andere Millionäre noch weiterhin Millionen von den Fans für ein Überhyptes Spiel ohne wirkliche Praktikabilität an den Kopf geworfen bekommen, muss ich mich jeden Tag sorgen, dass im Monat nicht genug rumkommt, weil wieder einmal eine andere Seite mein Spiel, mein Lebenswerk aus unbekannter Herkunft für dreizehn Cent verkauft. DREIZEHN CENT!

Im Gegensatz zu anderen Indies habe ich nie mein persönliches Ich exploitet, sondern immer versucht, meine Arbeit für mich sprechen zu lassen. Sirius ist ein Gutes Spiel, mit einer netten Community und viel Content.

Bin ich nur einer derjenigen, die meinen, ihnen steht etwas zu? Ja. Mir steht verdammt nochmal eine Entlohnung für meine Arbeit zu. Eine Faire Behandlung.

So langsam komme ich an den Punkt, wo ich gerne sagen möchte: „Ich kann nicht mehr.“. Hinschmeißen und einen sehr wütenden und vielleicht auch arroganten Newspost schreiben, mit ordentlich Publikumsbeschimpfung der Schweine, die Glauben, Spieleentwickler leben auf einem anderen Planeten voller endlosem Geld, Instant Kickstarter-Erfolg und keinem Reallife-Stress.

Sirius hat mich 16 Jahre meines Lebens gekostet, selbst wenn ich gerne Aufgeben würde, ich könnte nicht – zu viel Steckt da drin, zu viel habe ich geopfert. Zuletzt brauchte ich wieder Antidepressiva. Vielen Dank auch, ihr Geizigen Penner.

Wenn ihr das hier lest und daran denkt, selbst Spiele zu entwickeln: Lasst es. Diese Industrie, zu der das einst Idealistische Indietum geworden ist, bricht euch, frisst euch und scheißt euch als kleinen Feuchtfurzhaufen wieder aus. Man geht daran kaputt, seelisch, körperlich, geistig.

Think Big – Denke Groß“

Dieses Eine Motto hat die Indieszene einmal angefeuert, großartige Spiele zu produzieren, ohne dabei sich mit AAA-Studios einlassen zu müssen. Heute ist diese Indieszene voll von kleinen SCHEISS Mobile Games, geklonten Minispielen, Gestohlenem oder Prebought Code, Indisch/Pakistanischen Ripoffs oder gleich Chinesischen Reskin-Contentfabriken. Die Szene ist keine Szene aus Gleichgesinnten mehr, es geht allen nur noch um Profitmaximierung.

Mein Ziel mit Sirius war es, sicher zu leben. Ohne Angst vor Gerichtsvollziehern, Pfändungen oder Mietschulden. Eine Community aufzubauen, Spaß zu haben.

Ich kann eigentlich nur eines sagen:

Mission Failed

Game Over

Continue? Y/N

Aktionismusscheiße

Aktionismusscheiße

Moderne Soziale Netzwerke sind meist ein Pfuhl an Narzissmus, Selbstdarstellung und Drama. Jeder muss irgendwo, irgendwie und irgendwann eines der drei Dinge machen. Dabei ist es egal, ob Facebook („Teilt das, wenn ihr auch der Meinung seid!“), Twitch („HEEEY *supernerviges Kreischen* LIKED MICH!“), Google Plus („Hallo, ist sonst noch jemand hier? Ich bin so alleine…“) oder Youtube („Liked, Subscribed, Abonniert mich und meine Hackfresse!“). Überall wird nur darauf geachtet, sich am besten darzustellen.

Nicht nur bei gehobenen „Internetpersönlichkeiten“ ist das so, dass diese jeglichen Touch mit ihrer Nutzerbasis verloren haben und nur noch Schamlos ihren Content jedem Ungefragt aufs Auge drücken, sondern auch im privaten Bereich. Da wird Freunden schon der persönliche Internet-Fame in die Wunde gedrückt oder aus Geltungssüchtigkeit eine eigentlich Sinnvolle Aktion zur Selbstbereicherung pervertiert.

Vor einer guten Weile gab es die ALS Ice-Bucket-Challenge, ins Leben gerufen, um auf die Amyotrohpe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam zu machen. Aus diesem Zweck sollte man sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf schütten lassen. Dieses simuliert ungefähr das Gefühl, dass ALS Patienten haben, und regte viele zum Spenden an.

An sich eine Gute Sache, möchte man meinen, wären da nicht die Narzisstischen Gierschweine, die, kurz nach dem Auftakt dieser Challenge, die „Cold-Water-Challenge“ starteten mit dem Ziel, Leute zu Nominieren, die in ein Gewässer springen müssen, oder ihnen stattdessen einen Kasten Bier bzw. eine Tankfüllung bezahlen müssten. Widerwärtige Menschen, die eine Gute Aktion für ihren eigenen Geltungsdrang ausnutzen müssen, ein weiterer Punkt auf meiner Liste zur Legalisierung nachträglicher Abtreibung für bis zu 50 Jahre nach der Empfängnis.

Trotz dieser widrigen Bedingungen hat die Stiftung hohe Spenden im Verlauf der Aktion einnehmen können und vielen Helfen können. Das bringt mich zu meinem Nächsten Punkt. Soziales Engagement.

Viele scheinen anscheinend nicht zu begreifen, dass „Like-Button“ kein Synonym für aktives Engagement für andere Bedeutet. 1 Like = 1 Respekt ist nicht das Äquivalent zu tatsächlich helfen. 1 Share = 100 Amen ist nicht gleichbedeutend mit aktivem Beistand, egal für wen.

Gerade jetzt in dieser absolut unmenschlichen Flüchtlingskrise, mit Amoklaufenden Rechtsradikalen, ISIS/Daesh-Mitgliedern, und freidrehenden Innenministern ist es wichtiger denn je, dass wir als Gemeinschaft zusammen halten und einander Helfen.

Das dieses auch in einem moderatem Wege geht, zeigt hier in Deutschland die DKMS, die mit Stammzellen nach Spendern gegen Blutkrebs suchen, grob vereinfacht. Diese hat mit der DKMS Challenge in diesem Jahr beispielsweise nach vielen neuen Spendern gesucht.

Auch Ich bin bei der DKMS als Spender registriert, was überraschend einfach ist. Und man rettet möglicherweise seinen Genetischen Zwilling. Das ist doch was, oder? Mehr als ein Like-Button je tun kann.